Am vergangenen Samstag begrüsste der OL Club Cordoba in Riniken gegen 300 Läufer*innen zum 75. Zurzacher OL. Eine Woche vor dem entscheidenden Finallauf wurde in den Jugendkategorien nochmals fleissig Punkte für die Aargauer Schüler- und Jugendmeisterschaft gesammelt. Im nahen, recht grünen Bruggerberg hatte der Bahnleger für die Läufer*innen spannende Bahnen mit einigen anspruchsvollen Postenstandorten ausgeheckt.

«Top oder Flop», so hätte das Fazit der Wiggertaler Delegation nach dem Wettkampf lauten können. Gleich fünf Kategoriensiege und weitere 5 Podestplätze wurden verbucht. Drei Siege gingen alleine auf das Konto der Geschwister Bertschi aus Gränichen. Joschka (H18), Maxim (H14) und Anouk (D12) liessen der Konkurrenz keine Chance. Alle drei werden im Finallauf mit intakten Chancen um den Meistertitel antreten. Ebenfalls ein Wörtchen mitreden möchte Ronja Frei (Mühlethal), die sich mit ihrem Sieg bei den D14 in der Zwischenwertung auf den 3. Rang schob. Henry Wymann (Rothrist) erkämpfte sich Silber (H12) und liegt nun hinter dem Führenden der Wertung in Lauerstellung. Gute Chancen aufs Podest darf sich nach einem weiteren tollen Lauf (5. Rang / D16) auch noch Annalena Zinniker (Aarburg) ausrechnen.

In bester Form zeigte sich Barbara Zinniker (Aarburg), die bei den D55 souverän über den Parcours kam und siegte. Äusserst knapp und spannend war die Entscheidung bei den H60. Christoph Ruesch (Aarburg) sicherte sich dabei den 3. Rang.

Doch nebst den vielen erfreulichen Resultaten gab es leider auch die Flops. So fielen gleich drei Wiggertaler wegen eines falschen Postens aus dem Rennen. Ihnen wurde ein Postenstandort an einem alten Bunker zum Verhängnis. Denn es gab gleich zwei davon nahe beisammen. Alle drei erwischten den falschen Posten und vergassen, im Wettkampfeifer die Postennummer zu kontrollieren.

Rangliste 75. Zurzacher OL. Total 281 TeilnehmerInnen.
H12: 2. Henry Wymann (Rothrist) 28:34. H14: 1. Maxim Bertschi (Gränichen) 31:21. 10. Alessio Duss (Strengelbach) 59:53. H18: 1. Joschka Bertschi (Gränichen) 1:02:33. HAK: 10. Michael Rudolf (Küttigen) 54:55. 11. Lukas Baumann (Bremgarten) 57:38. H40: 5. Matthias Althaus (Zofingen) 1:24:17. H50: 6. Lukas Frey (Mühlethal) 1:29:55.  H60: 3. Christoph Ruesch (Aarburg) 53:45. H70: 7. Anton Husner (Staffelbach) 1:13:11. D12: 1. Anouk Bertschi (Gränichen) 27:27. D14: 1. Ronja Frey (Mühlethal) 35:14. D16: 5. Annalena Zinniker (Aarburg) 53:04. 8. Julia Emmenegger (Aarburg) 1:29:02. DAK: 3. Ursina Bertschi (Gränichen) 44:50. DB: 3. Ruth Emmenegger (Aarburg) 1:09:45. D55: 1. Barbara Zinniker-Birrer (Aarburg) 53:54. OS: 3. Alexander Haberstich (Windisch) 24:35. 7. Lilith Haberstich (Windisch) 35:56.

Vom 2. bis 7. Oktober 2023 fand zum 2. Mal ein Herbstlager mit allen Aargauer OL-Vereinen statt. In Arcegno (TI) konnten rund 50 Kinder und Jugendliche ihre OL-Technik verbessern, sich kennenlernen und austauschen und hatten jede Menge Spass dabei. Einige von ihnen berichten von ihren Erlebnissen:

Tag 1 – Montag
Wir haben uns um 9:30 Uhr in Baden beim Bahnhof getroffen. Von dort aus sind wir etwa 1,5 Stunden Richtung Kernwald gefahren, wo das erste Training stattgefunden hat. Dort wurden wir erstmals alle begrüsst, in vier Gruppen eingeteilt und haben uns für das Training fertig gemacht. Danach gingen wir in den Gruppen zum Start hinauf. Nachdem alle einen erfolgreichen Lauf absolviert hatten, assen wir unser Mittagessen. Um 14:15 Uhr haben wir unsere Sachen zusammengepackt und sind Richtung Tessin losgefahren. Nach einer langen Fahrt sind wir um 16:45 Uhr im Lagerhaus angekommen. Dort haben wir unsere Zimmer bezogen und uns eingerichtet. Danach bekamen wir eine Führung und gingen Duschen. Um 18:45 gab es Gnocchi mit drei verschiedenen Saucen zum Abendessen. Nachher um 20:45 Uhr gab es noch Kuchen zum Dessert.

Tag 2 – Dienstag
Der Tag startete mit einem feinen Frühstück, darauf folgten einige Informationen zum heutigen Tag. Es stand ein Fein-OL in Arcegno West auf dem Programm. Das Gelände war anspruchsvoll und steil, aber schlussendlich kamen alle ins Ziel. Danach gab es Mittagessen bei der Unterkunft. Vor der Team-Olympiade hatten wir noch viel Zeit für uns, beispielsweise zum Fussballspielen. An der Olympiade fanden wir den Posten, bei dem wir Willisauerringli an Strohalmen herumreichen mussten, am tollsten. Denn dabei konnten wir auch einige davon essen. Interessant war auch der Cloud-OL, bei welchem wir mit dem Handy unterwegs waren. Viele von uns haben das, dass erste Mal gemacht. Um punkt 18 Uhr gab es dann das Nachtessen. Marco, Maja und Christine bereiteten uns mit ihrem Gehackten mit Hörnli einen Gaumenschmaus. Doch das Highlight kommt erst, ein Nacht-OL im Sprintformat. Wir freuen uns alle darauf.

Der Orientierungslauf-Club Lausanne-Jorat durfte am Wochenende bei besten Wetterverhältnissen rund 1600 OL-Läufer*innen aus der ganzen Schweiz im Vallée de Joux begrüssen. Mit der Langdistanz-OL-Schweizermeisterschaft stand am Sonntag die Königsdisziplin auf dem Programm, doch gestartet wurde am Samstag zuerst mit einem Nationalen Event über die Mitteldistanz. Das typische und vielseitige Jura-Gelände im Grand Risoux mit feinem Relief und unterschiedlicher Belaufbarkeit forderte von den Teilnehmenden an beiden Tagen physisch, koordinativ und technisch alles ab.

Schon am Samstag glänzte der OLK Wiggertal mit acht Topten-Rangierungen, davon 3 Podestplätze. So wurden Hansruedi Schlatter (H75, Zofingen) und Lily Husner (D60, Staffelbach) Zweite. Maxim Bertschi (H14, Gränichen) führte die 58 Teilnehmer starke Kategorie bis kurz vor Schluss souverän an. Wegen einer kurzen Unsicherheit im Postenraum und einer anschliessend etwas unglücklich ausgeführten Routenwahl musste er in der Endabrechnung noch zwei Konkurrenten den Vortritt lassen. Ein Achtungserfolg gelang Annalena Zinniker (Aarburg) mit ihrem 8. Rang bei D16.

Dass die Königsdisziplin am Sonntag eine grosse Herausforderung war, sah man an den angeregten Diskussionen unter den Läufer*innen zum Rennverlauf und an den ungewöhnlich grossen Zeitabständen im Klassement. Der OLK Wiggertal überzeugte erneut. Hansruedi Schlatter liess sich dank seiner Routine auch den 3. Meistertitel in Serie (nach Sprint und Mitteldistanz) nicht nehmen. Silber erkämpfte sich Hans Baumann (H80, Rheinfelden). Ein erfolgreiches Wochenende resultierte für Familie Husner. Eveline (Schlosswil) lief mit nur 2 Sekunden Rückstand auf die Siegerin bei DAM ins Ziel. Mutter Lily (D60, Staffelbach) wurde Dritte und Vater Anton erreichte mit einem 5. Platz bei H70 ein persönliches Spitzenresultat. Maxim Bertschi dagegen hatte grosses Pech. Mit dem Sieg bei H14 in Reichweite musste er enttäuscht aufgeben, weil er beim Überklettern einer Juramauer unglücklich stürzte und sein Kompass zerbrach.

 

Am Wochenende wurde die Schweizer Meisterschaft über die Mitteldistanz im Orientierungslauf (MOM) auf dem Gelände des Freilichtmuseums Ballenberg ausgetragen. Tags darauf folgte mit dem 6. Nationalen eine Langdistanz auf der Honegg.

So navigierten rund 2000 OL-Begeisterte am Samstag quer durch die auf dem Ballenberg repräsentierte Schweiz - und dies bei vollem Museumsbetrieb. Zwischen den historischen Wohn- und Wirtschaftsbauten und in einem Moränengelände mit detailliertem Relief ging es auf Postenjagd. Eine knifflige Aufgabe im abwechslungsreichen und technisch herausfordernden Gelände.

 

Unterstützt von HelferInnen aus zwei Vereinen organisierte der Aargauer OL-Verband am Mittwochabend den 8. Lauf der Aargauer Schüler- und Jugendmeisterschaft (ASJM). Serviert wurde den Teilnehmenden ein spannender Sprint-Wettkampf im Scheibenschachen mit Bahnen quer durch alte Arbeiterquartiere, neue und ältere Wohnblocks, Parks und ein kleines Waldstück. Die 22 Wiggertaler, darunter 10 NachwuchsläuferInnen, kamen alle ohne grössere Probleme über die Runden, doch aus den Rückmeldungen im Ziel zeigte sich klar: Die grösste Herausforderung war die Hitze, die mit Temperaturen um die 35 Grad auch in den Abendstunden noch allen zusetzte. Auch war bei den vielen kleinen Fusswegen und Durchgängen sowie Sperrgebieten grösste Aufmerksamkeit geboten, um nicht aus dem Rhythmus zu fallen oder sogar den Überblick zu verlieren. Henry Wymann, Rothrist, wurde in einem schnellen Rennen guter Zweiter (H12) und deklassierte damit die übrige Konkurrenz. Anouk Bertschi, Gränichen (D12) platzierte sich auf Rang 3. Für Spitzenresultate sorgten auch ihre beiden Brüder. Maxim errang bei den H14 einen klaren Start-Ziel-Sieg und Joschka musste sich wegen eines kleinen Patzers mit dem zweiten Rang bei H18 begnügen. Doch für ihn als Nachwuchstalent und Kaderläufer war auch der Zeitvergleich mit der identischen Herren Sprint-Bahn interessant. Denn sogar Matthias Kyburz gab sich an diesem kleinen, aber feinen OL die Ehre und siegte souverän. Bertschi verlor nämlich auf die weltmeisterliche Vorgabe trotz des Zeitverlustes nur 4 Minuten.